“Ihr spinnt ja!” Na prima, soviel zum Kommentar eines Freundes, dem man anvertraut hat, dass man den ganzen Alltagsstress satt hat und mal ganz kurz die 800 km auf einen kleinen Wochenendtrip nach Usedom, eine Halbinsel im Nordosten Deutschlands herunterreissen will.
Erste Reaktion: der ist nur neidisch und daher ein Spielverderber. Dann macht sich aber eine gewisse Verunsicherung im Hinterkopf breit. Lohnt sich das wirklich? Was, wenn das Wetter beschissen ist? Der Stress auf der Fahrt und dann noch gleich am Freitagabend los. Ach was soll die Unkerei, wir machen es und fertig. Eine Last minute Buchung ist ja dank Internet ein Klacks.
So sind wir dann fast wie geplant pünktlich los, hatten natürlich den Stress mit der Fahrerei und es war eine lange Strecke, besonders die letzten 200 km. Die Hotelsuche war dann auch noch mit einer ganz besonderen Stimmungslage verbunden, besonders weil “Lilly”, das ist die Dame in unserem Navi das Hotel auch nicht kannte. Glücklicherweise stand der Hotelbesitzer bzw. -verwalter schon draussen auf der Strasse und wurde bei unseren dritten Runde ums Viertel auf uns aufmerksam. Der Gute wollte auch endlich Feierabend machen und nach Hause fahren. Eine dauernd besetzte Rezeption gab es nicht, war wohl auch preislich nicht drin.
Nach der kurzen Anmeldeprozedur, mit Hunger im Bauch, dem Auspacken des Autos sind wir dann die paar Schritte zum Strand und…….es hat sich gelohnt, und wie es sich gelohnt hat.
Es folgten zwei wunderschöne Tage mit tollem Wetter, einem traumhaften Meer und viel Entspannung.
Wer’s nicht glaubt, schaue sich die Fotos an.